Bewusstseins-Kreislauf - memecon

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Bewusstseins-Kreislauf

Der Bewusstseins-Kreislauf beschreibt die Auseinandersetzung mit der Welt und bringt vier Bereiche zusammen, die sich über die zwei Achsen Information und Verarbeitungsebene erstrecken. Information ist die Schnittstelle zur Umwelt und reicht von der sinnlichen Wahrnehmung bis zur ‚sprachlichen‘ Kommunikation. Die Wahrnehmung nimmt die Welt über die fünf Sinne auf - nur 10% bewusst. Kommunikation erfolgt durch Worte, Bilder, Musik, Gestik, Körperhaltung, aber auch Duft- oder Gourmetkreationen. Verarbeitung beschreibt die Form des Austauschs mit der Umwelt und erstreckt sich vom internalen Denken bis zum externalen Handeln. Das Denken verarbeitet die über die Wahrnehmung aufgenommenen Reize, verknüpft sie mit bestehenden mentalen Modellen und generiert dabei neue Gedanken. Die Inhalte der Kommunikation werden durch Verhalten und Handlungen unterstrichen. Das Ergebnis ist eine ganzheitliche, visuelle, auditive, kinästhetische, olfaktorische und gustatorische Auseinandersetzung mit der Welt. Die Nutzung des Bewusstseins-Kreislaufs mit seinen multi-sensuellen Einflüssen, emotionalen und rationalen Denkprozessen sowie Verhaltensweisen und Aktionen hilft bei Ermittlung, Gestaltung und Austausch von Bedeutung.

Der Bewusstseins-Kreislauf besteht aus vier Bereichen: Wahrnehmung, Denken, Kommunikation und Handeln.


  • Wahrnehmung

erfolgt über die fünf Sinne: Sehen (visuell), Hören (auditiv), Fühlen (kinästhetisch), Riechen (olfaktorisch), Schmecken (gustatorisch). Von den 100% Reizen, die unsere Sinne aufnehmen, nutzen wir nur 10% bewusst. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die verbleibenden 90% verloren gehen. Im Gegenteil. Die Wahrnehmungsreize sind Einflussfaktoren unseres Denkens, die, durch die aufmerksame Berücksichtigung unserer Emotionen, zusätzliche Informationen liefern.

  • Denken

verarbeitet die von außen kommenden Reize und verknüpft sie mit bereits vorhandenen Gedanken. Dadurch ergeben sich individuelle, mentale Modelle, die kontinuierlich wachsen und beispielsweise aus Ideen, Themen, Konzepten und Modellen bestehen. Ein Teil der Denkergebnisse bemerken wir und entwickeln sie weiter. Der weit größere Teil besteht aus unbewussten Ergebnissen, die unkontrolliert wirken und unsere Intuition, d.h. das Bauchgefühl, beeinflussen. Die effektivere Ausschöpfung des Denkens erfordert neue Herangehensweisen. Hilfsmittel sind Denkmodelle, die beim Ordnen der Gedanken helfen, z.B. strukturierte Erklärungs-, Lösungs- und Systemmodelle. Diese Ergebnisse verbessern die spätere Kommunikation.

  • Kommunikation

umfasst alle Aspekte, die zum Austausch von Gedanken gehören. Die zielgruppenorientierte Ausformulierung verstärkt die geplante Bedeutung und wird klarer zum Ausdruck gebracht. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass es neben dem Wort, weitere Kommunikationskanäle gibt. Entsprechend dem Wahlspruch ‚Ein Bild sagt mehr als tausend Worte‘ sind Ausdrucksmöglichkeiten in allen Sinneskanälen möglich. Neben Wording und Visualisierung, d.h. der textlichen und bildlichen Umsetzung einer Botschaft, wird die Aufbereitung in anderen Sinnesbereichen immer wichtiger. Ein Beispiel ist die Gestaltung von Gerüchen in Automobilen oder Büchern. Die bewusste Gestaltung der Kommunikation verbessert den Gedankenaustausch und erhöht die Wirkung.

  • Handeln

beinhaltet alle Aktivitäten, die üblicherweise mit der Kommunikation einhergehen, sich daran anschließen und für alle sichtbar werden. Dazu gehören Verhalten, Tätigkeiten und Folgemaßnahmen. Die Kommunikation kann durch die Macht des faktischen Tuns bestätigt oder infrage gestellt werden. Aktionen, die nicht zur ursprünglichen Intention passen, sind kontraproduktiv. ‚Man kann nicht nicht kommunizieren‘ bedeutet beim Handeln, dass jede Aktivität IMMER Botschaften impliziert. Die Handlungen bewußt zu steuern, verbessert die Wirkung. Dies beendet den Bewusstseins-Kreislauf und startet ihn von Neuem.


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