Basisstrategien - memecon

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Basisstrategien

Basisstrategien sind grundsätzliche, strategische Alternativen, die potenzielle Stoßrichtungen belegen. Diese verteilen sich  über zwei Achsen: Veränderungsgrad und Dynamik. Der Veränderungsgrad umfasst Veränderungen erster Ordnung (Evolution) und zweiter Ordnung (Revolution). Die Dynamik reicht von Schrumpfung bis Wachstum.  Die Basisstrategien verteilen sich auf die sich ergebende Fläche (s. Abbildung) und beschreiben den grundsätzlichen Zweck der Stoßrichtung (z.B. Neuerfindung ist Wachstum mit Veränderung zweiter Ordnung). Basisstrategien beinhalten bestimmte  Strategien, die durch entsprechende strategische Initiativen realisiert werden. Das Modell reduziert die Vielzahl möglicher Strategien auf die definierten Basisstrategien mit ihren Stoßrichtungen.

Die vorliegenden Basisstrategien sind: Neuerfindung, Erweiterung, Aktivierung, Konsolidierung, Konzentration und Stilllegung.


  • Neuerfindung

Bei der Neuerfindung wird radikal nach neuen Wegen gesucht, die das Wachstum  ermöglichen, z.B. Nutzung neuer Technologien, Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie neuer Geschäftsfelder. Dies kann soweit führen, dass alte Geschäftsmodelle zugunsten neuer, ertragreicher Geschäftsmodelle abgelöst werden.  Mögliche Strategien sind Geschäftsmodell-Reengineering, Diversifikation (z.B. neue Produktsegmente), radikale Neupositionierung (bzgl. Produkt, Dienstleistung, Markt, Kunden).

  • Erweiterung

Bei der Erweiterung wird der bestehende Ansatz schrittweise ausgebaut, mit dem Ziel kontinuierliches Wachstum zu ermöglichen, z.B. neue Funktionen, Formen, angrenzende Marktsegmente. Bestehende Geschäftsmodelle werden kontinuierlich  erweitert. Mögliche Strategien sind Kaizen (d.h. ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess), Kooperationen (z.B. Joint Ventures, Merger), Geschäftsprozessoptimierung (z.B. Reengineering).

  • Aktivierung

Die Aktivierung ist grundsätzlich eine Konsolidierung des bestehenden Ansatzes. Es werden jedoch die Identität der Geschäftsmodelle und die Kommunikation verändert, z.B. ein neues Firmenimage, neue  Werte, ein neues Erscheinungsbild, neue Kommunikationsmaßnahmen. Das bestehende Geschäftsmodell wird beibehalten, aber innovativ dargestellt. Mögliche Strategien sind CI-Entwicklung (d.h. Image-Entwicklung), Kulturentwicklung (z.B. Einführung  von Werteorientierung), Organisationsentwicklung (d.h. Entwicklung und Kommunikation des Wertesystems).

  • Konsolidierung

Die Konsolidierung stabilisiert das bestehende Geschäftsmodell mit all seinen Elementen, z.B. Überarbeitung von Produkten, Dienstleistungen, Governance und  Geschäftsprozessen. Das bestehende Geschäftsmodell  wird robuster und für zukünftige Aufgaben vorbereitet. Mögliche Strategien sind Marktstrategien (z.B. bezüglich Produkt, Platzierung, Promotion), Wertstrategien (z.B. Fokussierung der Wertdisziplinen) oder Normungsstrategien (z.B. Zertifizierung,  Unterstützung von Standardisierungsgremien).

  • Konzentration

Bei der Konzentration wird das bestehende Geschäftsmodell von den Elementen befreit, die nicht zu dem definierten Kerngeschäft gehören, z.B. Optimierung der Prozesse, Wegfall von den Aufgaben, die nicht Kerngeschäft  sind (z.B. Outsourcing der Logistik). Mögliche Strategien sind Lean Management (z.B. Fokussierung auf Kerngeschäft), Wettbewerbsstrategien (z.B. Skalenvorteile) und Ressourcenstrategien (z.B. Fokus auf Kernkompetenzen).

  • Stilllegung

Bei der Stilllegung geht es um eine kontrollierte Auflösung eines Geschäftsmodells, z.B. Schließung von Unternehmen oder Beendigung von Kooperationen. Das jeweilige Geschäftsmodell verschwindet völlig.  Mögliche Strategie ist eine Desinvestitionsstrategie (z.B. Verkauf oder Auflösung).



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